Heuschober soll als Spreewald-Wahrzeichen Touristen locken (20.04.2011):

Lübben Eine neue touristische Attraktion gibt es seit Anfang der Woche am Lübbener Hafen I. Mitglieder vom Lübbener Fährmannsverein „Flottes Rudel“ und vom Freundeskreis für Lübben haben gemeinsam auf einer kleinen Insel gegenüber des touristischen Zentrums einen Heuschober errichtet.


Die Männer vom »Bau«: Egon Scheerz (l.) und Andreas Rudolph beim Errichten des Heuschobers.
Foto: Thomas Seifert/ths1

Der Schober, für viele das markante Wahrzeichen des Spreewaldes, hat eine Höhe von etwa vier Metern und die Grundfläche einen Durchmesser von etwa drei Metern. Fast eine halbe Tonne Heu, gesponsert vor der Agrargenossenschaft Radensdorf, wurde um die Schoberstange vom Untergestell bis zur Spitze aufgeschichtet.

„Das Schobern hatte einst große Tradition im Spreewald“, erzählt Burkhard Herzke, Vorsitzender vom Fährmannsverein. Gemeinsam mit den Kahnfährmännern Egon Scheerz und Andreas Rudolph sowie Dieter Kroll vom Lübbener Freundeskreis errichtete Herzke am Montagvormittag den Heuschober.

„Früher lagerte man im Spreewald so das Heu fürs Vieh“, sagt Egon Scheerz, der die Technik des Schoberns als Kind von seinem Vater beigebracht bekam und zuletzt vor 30 Jahren einen Schober gesetzt hatte. In den kommenden Tagen muss nur noch die Schoberstange etwas gekürzt werden.

Schon vor drei Jahren hatte der Freundeskreis Lübben die Idee, einen Heuschober am Hafen zu errichten. Doch irgendwie zog sich das Vorhaben hin. Mal war der Frühling zu nass, mal fehlte das Heu. In diesem Jahr hat es geklappt. Und die Fährmänner haben den Werbewert des neuen Schobers bereits erkannt. „Es könnte unsere kürzeste Rundfahrt werden – einmal um die Heuschober-Insel herum“, scherzt Burkhard Herzke.

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