Freundeskreis macht Lübben schön (06.10.2012):

Gruppe engagierter Männer und Frauen entstand vor 20 Jahren aus einem Stammtisch

Vor zwei Jahrzehnten waren sich zwei Handvoll Lübbener einig: Sie wollten etwas tun, um das kulturelle Leben in Lübben zu fördern. Was zwei Jahre nach der Wende als Stammtisch begann, ist heute zu einem Verein mit 30 Mitgliedern angewachsen, der auf eine stattliche Liste von Errungenschaften blicken kann.

Als erstes ging in Lübben ein Licht auf. Der Freundeskreis für Lübben, so der Name des Zusammenschlusses von Menschen, die ihre Spreewaldstadt lieben, ließ eine Beleuchtung für den Kirchturm installieren. "Damit haben wir ausgestrahlt", kommentiert Jürgen Lüth in der Rückschau. Er ist seit 2007 der Vorsitzende des Freundeskreises und folgte auf Horst Fiedler, der dieses Amt viele Jahre innehatte.

Dieser holte als nächstes einen Bechsteinflügel in den Wappensaal. Der prestige- und geschichts trächtige Saal brauchte aus Sicht des Freundeskreises ein qualitativ passendes Instrument. 5000 Euro Preisnachlass handelte Fiedler nach eigenen Angaben für das gute Stück heraus und verstand das als wohlwollende Unterstützung für die städtische Entwicklung.

Solche Vernetzungen und ein Mix aus Geldmitteln sind für den Freundeskreis alltägliche Arbeitsweise. Er versteht sich als Ko-Finanzierer von Projekten, akquiriert die Sponsoren- oder Fördermittel, schießt in begrenztem Ausmaß Eigenmittel zu, öffnet Türen, vernetzt und unterstützt. Schrauben, planen und aufbauen sieht er eher als Aufgabe der Partner, beispielsweise der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH (TKS) oder des Tourismusvereins.

Neben baulichen Projekten wie Trüschels Brunnen, der seit 2010 nach 80 Jahren wieder sprudelt, oder dem Eingang zum Hauptfriedhof samt Amphoren setzt der Freundeskreis aber auch auf Jugendarbeit und eine Stärkung des Bewusstseins für Kulturelles in Lübben. Im Zusammenarbeit von Gymnasium, Freundeskreis und Tourismusverein ist bereits eine Broschüre über Sehenswürdigkeiten entstanden sowie eine Reihe von Info-Tafeln entlang des Wegs zum Lehnigksberg. Nun ist ein weiteres Projekt in der Anlaufphase.

Warum der Freundeskreis auch Trikots etwa für Grün-Weiß Lübben oder Jugendfeuerwehr sponsert, begründet Jürgen Lüth so: "Die sind zu Wettkämpfen in ganz Deutschland unterwegs, machen die Stadt bekannt. Dazu sollen sie auch gut aussehen."

Ihm liegt zudem am Herzen, Entwicklungen in der Stadt kritisch zu begleiten. Die Forderung nach einer Umgehungsstraße geht unter anderem auch von ihm aus.

Bei all den Eisen, die der Freundeskreis für Lübben im Feuer hat, kommt aber auch das gesellige Beisammensein nicht zu kurz. Dieses Wochenende sind die Mitglieder in Bad Steben unterwegs, um die gemeinsame Zeit zu genießen, sich auszutauschen – und neue Ideen zur Verschönerung von Lübben auszubrüten.

Zum Thema:
Vom damaligen Kommandeur des Verteidigungskreiskommandos Wolf Kittel ging im zweiten Halbjahr 1992 der Impuls aus, Lübbener an einen Tisch zu holen, um unbürokratisch zu helfen und Farbe und Profil in die Stadt zu bringen. In der Runde saßen Hans-Joachim Ahrens, Ulrich Haase, Otto Lehmann, Dieter Schulze, Peter Mularczyk, Werner Lehmann, Wolfgang Kurz, Jürgen Lüth, Horst Fiedler und Rolf Quasdorf.

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